IT-Architektur gestalten · IT-/KI-Strategie entwickeln · Regulatorik operationalisieren
Technik ist selten der Engpass.
Unklare Verantwortung schon.
Ich arbeite in IT- und KI-Vorhaben, in denen viele Beteiligte, hohe Regulierung und operative Realität zusammenkommen. Ich mache sichtbar, wo es hängt, und sorge dafür, dass danach entschieden und geliefert werden kann.
Leistungen
Womit Kunden zu mir kommen
Drei Schwerpunkte. In den meisten Mandaten greifen mindestens zwei davon ineinander.
Programme und Projekte, die feststecken
Ich mache sichtbar, woran es hängt, kläre Verantwortlichkeiten und bringe das Vorhaben wieder in eine steuerbare Struktur.
IT- und KI-Strategie
Standortbestimmung, Zielbild und Roadmap für die nächsten sechs bis 36 Monate, passend zu Reifegrad und Geschäftsstrategie.
Regulatorik
Ich übersetze Anforderungen aus EU AI Act, DORA und BAIT/VAIT/KAIT in Rollen, Prozesse und Architektur, die im Alltag und im Audit tragen.
Aus der Praxis
Drei Beispiele
Wie das konkret aussieht, inklusive der Stellen, an denen es unbequem wurde.
Regulatorik
Erst bei mir selbst. Dann beim Kunden.
Ich empfehle Governance nicht, ohne die Anforderungen selbst praktisch umgesetzt zu haben, soweit das im eigenen Unternehmen sinnvoll ist. Für Christen Consulting habe ich deshalb einen eigenen Rahmen für KI-Nutzung und Datenschutz aufgebaut. So kenne ich nicht nur die Regelwerke, sondern auch die konkreten Fragen bei Dokumentation, Rollen und Prozessen.
- KI-Nutzungsrichtlinie und Register der eingesetzten Systeme
- Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten nach Art. 30
- Technische und organisatorische Maßnahmen nach Art. 32
- Löschkonzept und Prozess für Datenschutzvorfälle
- Geprüfte Auftragsverarbeitungsverträge aller Dienstleister
- Vertragsunterlagen und AGB um Regelungen zur KI-Nutzung sowie Transparenzinformationen nach Art. 13 DSGVO ergänzt; bestehende Mandanten wurden nachträglich informiert
Meine Erfahrung daraus: Wer seine Hausaufgaben bei der DSGVO gemacht hat, kann KI-Governance auf einem bestehenden Rahmen aufbauen. Entscheidend ist, die zusätzlichen Anforderungen sauber einzuordnen und in praktikable Verantwortlichkeiten und Prozesse zu übersetzen.
Ansatz
Wie ich arbeite
Kein Methodenkoffer, den ich über jeden Kontext lege. Aber vier Dinge, an denen ich nicht rüttle.
Ich rede mit mehreren Beteiligten, nicht mit einem. Wenn drei Leute dieselbe Lage unterschiedlich beschreiben, liegt dort das Problem. Und ich lasse mir Dinge zeigen, nicht erzählen.
Auf Managementebene mache ich Dinge transparent und messbar. Auf Arbeitsebene geht es fast immer um Sprache: Fachbereiche wie Rechnungswesen oder Marketing und die IT beschreiben dasselbe unterschiedlich. Erst wenn der gemeinsame Nenner steht, kann man darauf aufbauen.
Wer einen Schuldigen braucht, kann mich nehmen, solange wir danach über Lösungen sprechen. Rückwärtsgewandte Schuldsuche bindet Energie, die bei der Umsetzung fehlt.
Ich gebe Empfehlungen, die Entscheidung bleibt bei Ihnen. Tragen Strukturen und Verantwortlichkeiten, reduziere ich meinen Einsatz und ziehe mich gerne wieder zurück. Am Ende soll es ohne mich funktionieren. Das ist der Punkt, an dem ich weiß, dass es gut gelaufen ist.
Wenn Sie schöne Folien und beruhigendes Management-Consulting suchen, gibt es dafür bessere Adressen. Wenn Sie jemanden brauchen, der sagt, was ist, und das anschließend konkret mit Ihnen umsetzt, dann sprechen wir.
Über mich
Ruth Christen
Seit 2008 in IT-Projekten. Nach vielen Jahren als Angestellte und externe Beraterin bin ich 2023 in die Selbständigkeit gegangen. Der Grund: Ich wollte direkt mit den Menschen arbeiten, ohne Hierarchie-Theater. Und ich wollte die Freiheit, auch außerhalb der Arbeit dort Verantwortung zu übernehmen, wo sie gebraucht wird.
Ich denke mit dem Stift in der Hand. Mit Papier, Pfeilen und Querverweisen werden Abhängigkeiten und Widersprüche für mich schneller sichtbar.
Ich brauche Schlüssigkeit, nicht Perfektion. Wenn etwas in sich stimmt, reicht das. Wenn nicht, frage ich so lange nach, bis es konkret wird. Ob diese Art der Zusammenarbeit passt, zeigt sich meist schnell.
Die Mosel ist mein Ankerpunkt. In der Natur, mit Familie oder Freunden finde ich den Abstand, den ich nach komplexen Projekten brauche. Genuss bedeutet für mich, den Dingen Zeit zu geben: gutem Essen, langen Gesprächen und Momenten, für die ich ganz da bin.
Ich kämpfe nicht gegen jede Welle an. Ich versuche zu verstehen, welche Kräfte wirken und wie wir sie für den nächsten Schritt nutzen können.
Für wen
Nicht für jeden
Ich arbeite mit Organisationen zusammen, die das Problem sehen und die bereit sind, es zu ändern. Das braucht Offenheit. Und den Mut, unbequeme Wahrheiten auszusprechen.
Wo ich passe
- Wenn mehrere Teams am gleichen Thema arbeiten und sich keines zuständig fühlt
- Wenn ein Projekt oder Programm läuft, aber niemand mehr belegen kann, wo es steht
- Wenn KI kommen soll und die Frage nach Verantwortung noch offen ist
- Wenn Regulatorik ansteht und Sie jemanden brauchen, der sie nicht nur zitiert
- Wenn im Team allen klar ist, dass etwas nicht stimmt, es aber niemand ausspricht
Wo ich nicht passe
- Wenn Sie Folien brauchen, die beruhigen, statt Wahrheiten, die helfen
- Wenn Ihre Führung Klarheit als Zumutung empfindet
- Wenn ein gutes Gewissen einkaufen leichter ist als umdenken
- Wenn Sie jemanden suchen, der Ihre Fehler mit unterschreibt
Zwei Anfragen, die ich abgelehnt habe
Ein Konzern wollte eine Change-Begleitung, gut dotiert. Ich habe abgelehnt, weil ich es nicht kann. Man legte mir nahe, mein Lebenslauf gäbe das durchaus her. Das mag stimmen. Richtig fühlte es sich trotzdem nicht an, und ich verkaufe keine Kompetenz, die ich nicht habe.
Ein Finanzunternehmen suchte Unterstützung bei der Operationalisierung von DORA-Anforderungen. Inhaltlich genau mein Thema. In den Gesprächen wurde jedoch deutlich, dass es menschlich nicht passt. Auch dieses Mandat habe ich abgelehnt. Denn eine Zusammenarbeit, die Vertrauen und offene, manchmal unbequeme Worte braucht, funktioniert für mich nicht allein über fachliche Kompetenz.
Sprechen wir.
Ein erstes Gespräch dauert etwa 30 Minuten und kostet nichts, abgesehen von Zeit. Sie schildern, woran es hängt, ich frage nach, bis ich es verstanden habe. Dabei lernen Sie mich und meine Art zu arbeiten kennen. Danach wissen wir beide mehr: Sie, ob Sie mit mir arbeiten wollen, und ich, ob ich die richtige Besetzung bin. Ein Nein von einer der beiden Seiten ist ein brauchbares Ergebnis.
Für den Anfang genügen zwei Sätze per Mail. Keine Ausschreibung, kein vorbereitetes Briefing, kein Formular. In der Regel antworte ich innerhalb von 48 Stunden, außer ich bin im Urlaub.